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50 Jahre ÖWR (2007) - Seite 6

Dipl.-Ing. Walter GRIMM, Präsident der ÖWR

50 Jahre ÖWR und die Vorgeschichte dazu

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Karl Strasser - 1964Aus der Zeit des Aufbaues und des Umbruchs der Sechzigerjahre ist eine Persönlichkeit ganz besonders hervorzuheben, nämlich Karl STRASSER, der einerseits als Landesleiter der ÖWR Salzburg (ehemals Bereich II) in seinem eigenen Bundesland, andererseits als Bundesschatzmeister und dann als gf. Vizepräsident, unter der Präsidentschaft von Georg KOPP (ebenfalls Salzburg), auf Bundesebene ganz erheblich die Entwicklung der ÖWR beeinflusste und es verstand, nicht zahlungskräftigen jungen Landesverbänden unterstützend unter die Arme zu greifen (GRIMM als damaliger LL OÖ. war einer der Nutznießer). Seiner Initiative ist auch die Schaffung der ÖWR-Bundeslehrstätte in Seeham/Obertrumersee zu verdanken.

Schreiben TCA - 1959Schon kurz nach der Gründung der ÖWR zeichnete sich bereits eine fachliche Ausweitung ihres Betätigungsfeldes ab: Einige Anhänger der seinerzeit noch jungen Sportart „Tauchen mit Schwimmtauchgeräten“ waren an einer Mitarbeit in der ÖWR interessiert und regten eine Tauchschulung geeigneter Rettungsschwimmer an. Zwei Mitglieder des TCA, Johann VAVRA (späterer Landesleiter der ÖWR Wien, Vizepräsident der ÖWR und beruflich Chef der Entminungsdienst-Taucher des Ministeriums für Inneres) und Peter PFEFFER, boten 1959 das erste Tauchausbildungsprogramm für die ÖWR an.

Aber erst vier Jahre später kam es zur Einführung einheitlicher ÖWR-Tauchrichtlinien, mit dem Ziel, so genannte „Rettungstaucher“ auszubilden und einzusetzen. Unmittelbarer Anlass hierfür war das Missgeschick des Berufstauchers DEGEN, der sich 1962 bei Bergungsarbeiten im Mondsee mit seinem Scaphander (Helmtauchgerät) in einem Hindernis unlösbar verhängt hatte. Eine in der Nähe befindliche Sporttauchgruppe, unter der Leitung von Herbert FROMB (ÖWR-Mitglied in Salzburg), konnte den Helmtaucher nur mehr tot bergen; da die Existenz von Tauchern, die ohne Luftversorgung von der Wasseroberfläche her auskommen, damals in Österreich noch weitgehend unbekannt war, erfuhr die Gruppe zu spät von dem Unfall. Nach diesem Ereignis ergriff Herbert FROMB, der als erster Bundestauchwart in die ÖWR-Bundesleitung kooptiert und später dann auch gewählt wurde, die Initiative bezüglich „Tauchen in der ÖWR“: Er erstellte, gestützt auf den diesbezüglichen Beschluss der ÖWR-Bundesleitung vom 7. April 1962, einen Entwurf für Prüfungs- und Einsatzvorschriften und lud 1963 erfahrene Taucher aus den Reihen der ÖWR-Mitglieder sowie jener interessierter Organisationen und Dienststellen zu einem Koordinationsseminar nach Seeham am Obertrumersee ein. Nach dem Seminarabschluss wurden die ersten vierzehn ÖWR-Lehrtauchscheine ausgestellt.