Landesverbände
der ÖWR:
50 Jahre ÖWR (2007) - Seite 2
Dipl.-Ing. Walter GRIMM, Präsident der ÖWR
50 Jahre ÖWR und die Vorgeschichte dazu
(Seite 2 von 13)Nach Österreich:
Wie in einigen anderen europäischen Städten auch, so gab es bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Wien Ansätze für eine Wasserrettungsorganisation, jedoch ohne bleibendes Ergebnis. Versuche, eine derartige Organisation in ganz Österreich zu etablieren, kamen vorerst ebenfalls nicht über die Anlaufsphase hinweg, wobei die Kriegswirren im vergangenen Jahrhundert den diesbezüglichen Bestrebungen auch nicht förderlich waren:
1922 wurde – nach dem Vorbild der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ – die „Österreichische Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ gegründet, die ihre Tätigkeit 1927 wieder einstellte. Der im gleichen Jahr entstandene „Rettungsschwimmclub Wien“ wurde 1933 zum „Österreichischen Rettungsschwimmerklub“ (ÖRSK) umgebildet und nahm seine Tätigkeit im gesamten Bundesgebiet auf. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland endete auch die Eigenständigkeit des besagten Clubs, der nunmehr als „Landesverband Ostmark“ der DLRG agierte.
Nach dem Krieg endete, mit dem Rückerhalt der österreichischen Eigenstaatlichkeit, die Tätigkeit der DLRG in Österreich. Nachdem der revitalisierte ÖRSK nicht in der Lage war, wieder in ganz Österreich aktiv zu werden, übernahmen der „Arbeiter Samariter Bund Österreichs“ (1948) sowie das „Rote Kreuz“ (1952) zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben auch noch die der Rettungsschwimmerausbildung. In Kärnten war auch die Bayrische Wasserwacht in diesem Sinne tätig.
Es gab weitere lokale Bestrebungen zur Etablierung eigenständiger Wasserrettungsorganisationen. So kam es 1951 in Bregenz zur Gründung eines „Freiwilligen Wasserrettungsdienstes Vorarlberg“ und 1952 begann Werner ENGL im Rahmen des „Schwimmclubs Hermargor“ – noch mit Ausweisen und Abzeichen der DLRG – Kurse für Schwimmen und Rettungsschwimmen durchzuführen.
1955 wurde, diesmal von Innsbruck aus, ein missglückter Versuch der Wiedergründung einer „Österreichischen Leben-Rettungs-Gesellschaft“ unternommen.
1956 kam vermehrt aus dem Ausland, speziell aus Deutschland – hier vorwiegend von der DLRG – die dringliche Anregung zur Wiedereinführung einer in ganz Österreich aktiven einschlägigen Fachorganisation. Der ÖRSK in Wien sah sich nicht in der Lage, diese Aufgabe zu übernehmen und löste sich freiwillig am 1. März 1957 auf. Zwei Wochen später, am 16. März 1957 konnte dann endlich der Wunsch nach Etablierung einer über das gesamte Bundesgebiet verbreiteten Wasserrettungsorganisation mit der Gründung der „Österreichischen Wasser-Rettung“ (ÖWR) in Linz realisiert werden.
