Landesverband  Bundesleitung

Bundesseminar Wildwasser 2017

Vom 14.-16.7.2017 fand in Tirol das Bundesseminar für Wildwasser statt. 

Ziel dieser Veranstaltung war die Überprüfung der bestehenden bzw. neu ausgearbeiteten Lehrkonzepte betreffend die Gefahren des Hochwassers für Fortbildungen der Einsatzkräfte in den Landesverbänden und den Bundeswasserrettungszug auf Praxistauglichkeit und Erfüllung der Anforderungen. 

28 Mitglieder aus  6 Landesverbänden (Tirol, Bgld, Stmk, Oö, Ktn, Vlbg) nahmen daran teil.

                                                   

Das Übungsgebiet lag im Einsatzgebiet der Einsatzstelle Innsbruck im Sill-Fluss.

Der LV Innsbruck, als Gastgeber, hat im Vorfeld schon alle notwendigen Vorbereitungen getroffen und sich ein sehr abwechslungsreiches Programm inkl. Abschlussübung überlegt, vorbereitet und die perfekte Infrastruktur gewählt.

Das Seminar hatte folgende Schwerpunkte:

    Gefahren des Hochwassers (Strömungen, Hindernisse usw.)
    Bewegen im fließenden Wasser (gehen/waten, schwimmen)
    Bergen aus dem Hochwassergebiet (verschiedene Techniken, verschiedene Szenarien)
    Wildwassergrundtechniken (Wurfsack, gesichertes/freies Retten)  

Am ersten Abend standen als erstes die seitens der Bundesleitung zur Verfügung gestellten Materiallisten zur Diskussion. Ausgiebig wurde jeder Materialposten diskutiert und Vorschläge für eine aus Sicht des Wildwasserreferats wichtige und notwendige Adaptierung zusammengefasst. Danach wurden noch Führungskonzepte für Trupps im Großeinsatz sowie Kleingruppen besprochen.

Der Samstag begann dann mit einer theoretischen Auseinandersetzung und Evaluierung der Gefahren im Hochwasser sowie veränderten Strömungsverhältnissen bei Hochwasserereignissen.

 

           

           

Die Teilnehmer (inkl. Lehrpersonal) konnten die einzelnen Aufgaben in der Praxis erproben.

Ein neues Erlebnis war für viele die Möglichkeit des Anschwimmen eines Hindernisses mit Simulation einer Verklemmungssituation sowie das Gehen auf überschwemmten Betonuntergrund, stellvertretend für eine überschwemmte Straße.

In den Abendstunden folgten dann noch 2 theoretische Einheiten zum Thema “Mentale Belastungen im Langzeiteinsatz” sowie zu diversen medizinischen Themen wie Unterkühlung, Verletzungsmuster und Energiebedarf im Hochwassereinsatz. Auch hier wurden wieder viele Punkte beleuchtet, die so einigen Kursteilnehmer nicht bekannt waren.

Bei der Abschlussübung am Sonntag konnte man dann die erlernten, erprobten Techniken in der Praxis anwenden. Übungs-Szenario war die Suche nach 4 Personen eines Jugendzeltlagers, welches in der Sill-Schlucht überflutet wurde. Diese Übung war für die Gast-LV, aufgrund der fehlenden Ortskenntnisse eine Herausforderung, konnte aber trotzdem ohne gröbere Probleme abgearbeitet werden.

Am Ende waren alle Teilnehmer von der Notwendigkeit dieses gemeinsamen Trainings überzeugt und jeder hat für sich einige neue Erkenntnisse/Techniken mit nach Hause genommen.

Dank der hervorragenden Disziplin und Mitarbeit gab es nur die üblichen blauen Flecken und Verstauchungen!
 

Ein besonderer Dank nochmals dem LV Tirol für die perfekte Vorbereitung und Unterstützung bei der Durchführung!!!

 

BR-WW
Gerald Berger